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Schönes Land, böses Land
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³ª¶ó, ¾ÇÇÑ ³ª¶ó
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Einst galt Amerika
den Südkoreanern als Vorbild. Jetzt rebellieren
die Jüngeren gegen die Überheblichkeit der USA |
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Ç×°ÅÇϰí ÀÖ´Ù." |
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Von
Christian Schmidt-Häuer
Seoul |
Å©¸®½ºÃµ ½¬¹ÌÆ® È£À̾î |
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Miguk sagen die
Koreaner zu Amerika. Miguk, das schöne Land. Lange
lebten sie mit dem schönen Land in einer Art
Symbiose. Millionen Südkoreaner fanden in dieser
Bindung ihre Identität. Wertlos hatten sie sich
zuvor gefühlt. Kaum noch gewusst, wer sie waren,
als sie am Ende des Zweiten Weltkrieges der
japanischen Kolonialherrschaft entrinnen konnten.
Ihre schnell gewählte Volksvertretung hatten die
Amerikaner zwar ignoriert. Die US-Truppen landeten,
marschierten wortlos am Begrü©¬ungskomitee aus drei
englischsprachigen Koreanern vorbei, unterstellten
die Halbinsel bis zum 38. Breitengrad ihrer
Militärregierung und hissten das Sternenbanner. |
Çѱ¹ÀεéÀº ¹Ì±¹À» °¡¸®ÄÑ '¾Æ¸§´Ù¿î ³ª¶ó'¶ó´Â Àǹ̷Π'¹Ì±¹(Ú¸ÏÐ)'À̶ó°í ºÒ·¯¿Ô´Ù.
Çѱ¹ÀεéÀº ¿À·§µ¿¾È ÀÌ '¾Æ¸§´Ù¿î ³ª¶ó'¿Í ÀÏÁ¾ÀÇ °ø»ý °ü°è¸¦ Çü¼ºÇÏ¸ç »ì¾Æ¿Ô´Ù. ¼ö¸¹Àº
Çѱ¹ÀεéÀº ÀÌ·¯ÇÑ ¿¬´ë¿¡¼ ±×µéÀÇ Á¤Ã¼¼ºÀ» ã¾Ò´Ù. °ú°ÅÀÇ °æ¿ì Çѱ¹ÀεéÀº ÀÚ½ÅÀÇ °¡Ä¡¸¦
¹ß°ßÇϱⰡ ¾î·Á¿ü´Ù. 2Â÷ ¼¼°è´ëÀüÀÌ ³¡³ª°í ÀϺ»ÀÇ ½Ä¹ÎÅëÄ¡¿¡¼ ¹þ¾î³¯ ¹«·Æ¿¡µµ Çѱ¹ÀεéÀº
ÀڽŵéÀÌ ´©±¸ÀÎÁö¸¦ °ÅÀÇ ÀνÄÇÏÁö ¸øÇß´Ù. ¹Ì±¹Àº ½Å¼ÓÇÏ°Ô ¼±ÃâµÈ Çѱ¹ÀÇ ±¹¹Î´ëÇ¥¸¦
¹«½ÃÇß´Ù. Çѹݵµ¿¡ µé¾î¿Â ¹Ì±ºÀº ¿µ¾î¸¦ ±¸»çÇÏ´Â Çѱ¹ÀÎ 3¸íÀ¸·Î ±¸¼ºµÈ ȯ¿µÀ§¿øÈ¸¸¦
Áö³ªÄ¡¸ç ¸»¾øÀÌ ÇàÁøÇß°í Çѹݵµ 38µµ¼± À̳²Áö¿ª¿¡ ±ºÁ¤À» ½Ç½ÃÇÏ¸é¼ '¼ºÁ¶±â'¸¦
°Ô¾çÇß´Ù. |
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Doch dann schaute die
Mehrheit der Koreaner bald zu den Amerikanern auf,
folgsam und wiss- begierig. Trotz Teilung und
Korea-Krieg (1950 bis 1953) lernte der Süden seine
Lektionen wie keine zweite Entwicklungsregion auf
der Welt. In einer Generation machte das verarmte
Land aus seinen Reisfeldern ein Silicon Valley.
Längst lässt der Boom die Metropole Seoul aus
allen Nähten platzen. Neun Millionen Menschen
leben in ihrem Einzugsbereich, zehn Millionen in
der Stadt selbst. |
ÇÏÁö¸¸ Çѱ¹ÀÎµé ´Ù¼ö´Â °ð ¹Ì±¹ÀεéÀ» ¿ìÈ£ÀûÀ¸·Î ¹Ù¶óº¸¾Ò°í ¹Ì±¹¿¡ ´ëÇØ ¼øÁ¾Àû ÀÚ¼¼¿Í
¹è¿ì·Á´Â ÀÚ¼¼¸¦ º¸¿´´Ù. Çѱ¹Àº ºÐ´Ü°ú ÀüÀï(1950-1953)¿¡µµ ºÒ±¸Çϰí
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¼¼´ë¸¸¿¡ ½Ç¸®ÄÜ ¹ë¸®·Î ºÎ»óÇß´Ù. ´ëµµ½Ã ¼¿ïÀÇ ¹ßÀüÀº ÀÌ¹Ì ¿À·¡ ÀüºÎÅÍ Æø¹ßÀûÀ̾ú´Ù.
¼¿ï ÁÖº¯Áö¿ª¿¡´Â 9¹é¸¸¸íÀÌ °ÅÁÖÇϰí ÀÖÀ¸¸ç ¼¿ï³»¿¡¸¸ 1õ¸¸¸íÀÌ »ì°í ÀÖ´Ù. |
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Mittendrin aber, in
bester, teuerster Innenstadtlage, gibt es 225
Hektar Land, die von diesem Aufstieg unberührt
geblieben sind. Das ist die für die Koreaner bis
heute verbotene Stadt: Yongsang, einst
Hauptquartier der japanischen Unterdrücker und
seit Jahrzehnten Garnison der US-Schutzmacht in
Südkorea. Ihrer Hauptkraft, der 2. Infanterie-Division,
dient der riesige Standort in der Stadtmitte.
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±×·±µ¥ ¼¿ï¿¡¼µµ °¡Àå °ªºñ½Î°í ÁÁÀº µµ½ÉÁö¿ª¿¡ Çѱ¹ÀÇ ÀÌ·¯ÇÑ ¹ßÀü¿¡ ÀüÇô ¿µÇâÀ» ¹ÞÁö
¾ÊÀº 2¹é25Çퟸ£ Å©±âÀÇ ¶¥ÀÌ ÀÖ´Ù. ÀÌ ¶¥Àº ¾ÆÁ÷±îÁö Çѱ¹ÀεéÀÇ ÃâÀÔÀÌ ±ÝÁöµÈ
¿ë»êÀ̶ó´Â °÷À¸·Î °ú°Å ÀϺ»±º »ç·ÉºÎ°¡ ÁÖµÐÇÑ ÀûÀÌ ÀÖÀ¸¸ç ¼ö ½Ê³â ÀüºÎÅÍ´Â ÁÖÇѹ̱º
»ç·ÉºÎ°¡ µé¾î¼ ÀÖ´Ù. ÀÌ °Å´ëÇÑ ¶¥ ¿ë»ê¿¡´Â ¹Ì±ºÀÇ Áֿ亴·ÂÀÎ 2»ç´ÜÀÌ ¸Ó¹°°í ÀÖ´Ù. |
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Im vergangenen Juli
begann der Sturm auf diese Bastille. Schulkinder
und Studenten, Professoren und Mönche, Buddhisten,
Christen, Extremisten rannten mit dem Ruf
„Yankee go home!¡° gegen Yongsang und andere
US-Stützpunkte an. Der Wahlkämpfer Roh Moo Hyun,
mittlerweile Staatspräsident, umwarb die
Demonstranten mit dem Versprechen, dass Südkorea
neutral bleiben werde, falls es zum Krieg zwischen
den USA und Nordkorea kommen sollte. Miguk, das
schöne Land, war plötzlich zum hässlichen Amerika
geworden. |
Áö³ ÇØ 7¿ù ÀÌ ¿ä»õ¿¡ ´ëÇÑ °ø¼¼°¡ ½ÃÀ۵ƴÙ. Áß°íµî Çлýµé°ú ´ëÇлýµé, ±³¼öµé°ú
½Â·Áµé, Á¾±³°è Àλçµé, °ú°ÝÁÖÀÇÀÚµéÀº "¾çŰ °í Ȩ"À̶ó´Â ±¸È£¸¦ ¿ÜÄ¡¸é¼ ¿ë»êÀ» ºñ·ÔÇÑ
¹Ì±º ±âÁö¸¦ ÇâÇØ ¸ô·Áµé¾ú´Ù. ´ç½Ã ´ëÅë·É Èĺ¸¿´´ø ³ë¹«Çö ´ëÅë·ÉÀº ºÏÇѰú ¹Ì±¹°£¿¡ ÀüÀïÀÌ
¹ß¹ßÇÒ °æ¿ì Çѱ¹Àº Á߸³À» Áöų °ÍÀ̶ó°í ¾à¼ÓÇÏ¸é¼ ½ÃÀ§´ëÀÇ È£°¨À» »ò´Ù. ¾Æ¸§´Ù¿î ³ª¶ó
Ú¸ÏÐÀÌ °©ÀÚ±â Ãß¾ÇÇÑ ¹Ì±¹ÀÌ µÅ¹ö·È´Ù. |
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Mauer der
Freundschaft |
¿ìÁ¤ÀÇ ´ãÀå |
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Wie ist es zu dieser
Entfremdung gekommen? Müsste Seoul, das nur 50
Kilometer von der Grenze zum unberechenbaren
Regime im Norden entfernt liegt, nicht gerade
jetzt für die amerikanische Garnison dankbar sein? |
¾î¶»°Ô À̰°Àº °Å¸®°¨ÀÌ ¹ß»ýÇßÀ»±î? ¿¹ÃøÇϱ⠾î·Á¿î ºÏÇÑ Á¤±Ç°úÀÇ °æ°è¼±¿¡¼ ºÒ°ú 50Km
¶³¾îÁø °÷¿¡ À§Ä¡ÇÑ ¼¿ïÀº ÁÖÇѹ̱º¿¡ ´ëÇØ °¨»çÇØ¾ß ÇÏ´Â °Í ¾Æ´Ò±î? |
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Um diese Frage zu
beantworten, muss man sich nur für einen
Augenblick vorstellen, Yongsang läge mitten in
Berlin. Der Stadtteil Tiergarten, rundum verborgen
hinter einer Mauer aus roten Steinen oder grauem
Beton mit Stacheldraht. Seit Jahrzehnten können
die Anwohner nur die Kronen der Magnolien- und
Kirschbäume über die Mauer der Freundschaft lugen
sehen, die hohen Antennenmasten, die Dächer der
Militärschuppen und der Quartiere.
Verteidigungsminister Peter Struck müsste jedes
Mal, wenn er zum Landeplatz seines
Diensthubschraubers wollte, die
Standortkommandantur um Erlaubnis bitten, das
Gelände passieren zu dürfen. |
ÀÌ Áú¹®¿¡ ´äÇϱâ À§Çؼ´Â Àá½Ã ¿ë»ê±âÁö°¡ º£¸¦¸° µµ½É¿¡ ÀÖ´Ù°í ÇÑ ¹ø »ó»óÇØº¸¸é µÈ´Ù.
º£¸¦¸° Áß½ÉÁö 'Ƽ¾î°¡¸£ÅÙ' ±¸¿ªÀ» µÑ·¯½Î°í ºÓÀº º®µ¹°ú Àíºû ÄÜÅ©¸®Æ® ´ãÀå¿¡ öÁ¶¸Á±îÁö
¼³Ä¡µÇ¾î ÀÖ´Â »óȲÀ» °¡Á¤Çغ¸ÀÚ. ÁֹεéÀº ¼ö½Ê³â°£ '¿ìÁ¤ÀÇ ´ãÀå' À§·Î »ßÁ®³ª¿Â ¸ñ·ÃÀ̳ª
º¢³ª¹« ²À´ë±â, ³ôÀº ¾ÈÅ׳ªÅ¾, ±º»ç½Ã¼³¹°µéÀÇ ÁöºØµé¸¸ º¼ ¼ö ÀÖ´Ù. ±×¸®°í ÆäÅÍ ½´Æ®·çÅ©
µ¶ÀÏ ±¹¹æÀå°üÀº ÀÚ½ÅÀÇ Çï±âÀåÀ¸·Î °¥ ¶§¸¶´Ù ¹Ì±º ±âÁö»ç·É°üÀÇ ÅëÇàÇã°¡¸¦ ¹Þ¾Æ¾ß ÇÒ
°ÍÀÌ´Ù. |
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Man begegnet bei
dieser Vorstellung einer längst verblassten
Erinnerung. Hatten die Amerikaner nicht einst ihr
Hauptquartier auch mitten in Frankfurt, im Haus
der IG Farben – damals, gleich nach dem Krieg? So
war es. Konrad Ade- nauer hatte damit einen Grund
mehr, sich gegen Frankfurt und für Bonn als
künftige deutsche Hauptstadt zu entscheiden. Alles
Geschichte. Spätestens seit Deutschland seine
volle Souveränität wieder erhalten hat, haben sich
die Amerikaner hierzulande aus den Gro©¬städten
zurückgezogen. In Japan ist das Gros der US-Truppen
fernab von Tokyo auf Okinawa stationiert. Nur
Seoul dient weiter als Hauptquartier. Alles
Gegenwart. Südkoreas Verteidigungsminister Cho
Young Kil muss noch heute um Erlaubnis bitten,
wenn er zu seinem Helikopter will. |
µ¶ÀÏÀÇ °æ¿ì¿¡´Â ÀÌ·¯ÇÑ Àå¸éÀÌ Åð»öµÈ ±â¾ïÀ¸·Î ³²¾Æ ÀÖ´Ù. µ¶ÀÏ¿¡¼µµ ¹Ì±¹Àº ÇѶ§ ÀüÀï
Á÷ÈÄ¿¡´Â ÇÁ¶ûũǪ¸£Æ® µµ½É¿¡±îÁö »ç·ÉºÎ¸¦ ¼³Ä¡ÇÏÁö ¾Ê¾Ò´ø°¡? ´ç½Ã¿¡´Â ±×·¨´Ù. Äܶóµå
¾Æµ¥³ª¿ì¾î ÃÊ´ë¼ö»óÀÌ ÇÁ¶ûũǪ¸£Æ®¸¦ ¹Ý´ëÇÏ°í º»À» µ¶ÀÏÀÇ ¼öµµ·Î °áÁ¤Çѵ¥µµ À̰°Àº ¹è°æÀÌ
ÀϺΠÀÛ¿ëÇß´Ù. Àû¾îµµ µ¶ÀÏÀÌ ³ªÁß¿¡ ¿ÏÀüÇÑ ÁÖ±ÇÀ» ȸº¹ÇÑ ÀÌÈÄ¿¡´Â, ¹Ì±ºµéÀº ´ëµµ½Ã¿¡¼
ö¼öÇß´Ù. ÀϺ»ÀÇ °æ¿ì¿¡µµ ¹Ì±º º´·ÂÀÇ ´ëºÎºÐÀº µµÄì¿¡¼ ¸Ö¸® ¶³¾îÁø ¿ÀŰ³ª¿Í¿¡ ÁÖµÐÇϰí
ÀÖ´Ù. ´ÜÁö ¼¿ï µµ½É¿¡´Â °è¼Ó ¹Ì±º»ç·ÉºÎ°¡ ÁÖµÐÇϰí ÀÖ´Ù. ÀÌ ¸ðµç °ÍÀÌ Çö½ÇÀÌ´Ù.
Çѱ¹ÀÇ Á¶¿µ±æ ±¹¹æÀå°üÀº Áö±Ýµµ Çï±âÀåÀ¸·Î °¡·Á¸é Çã°¡¸¦ ¿äÃ»ÇØ¾ß ÇÑ´Ù. |
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Yongsang gehört in
dieser Woche zu den Themen beim
amerikanisch-südkoreanischen Krisengipfel in
Washington. Die Jungfernreise des neuen
Präsidenten Roh nach Miguk, Amerika, dient dem
Schönen und Guten, das die dunklen Wolken über dem
alten Bündnis vertreiben soll. Das ist auch für
Washington noch dringlicher geworden, nachdem die
US-Geheimdienste in der vergangenen Woche wieder
ein neues Urteil über Nordkoreas
Atomwaffenprogramm abgegeben haben. Sie halten es
jetzt doch für wahrscheinlich, dass Pjöngjang
bereits waffenfähiges Plutonium produziert. Schon
deshalb werden die alten Bündnispartner auf diesem
Gipfel wieder Gemeinsamkeiten und Geschenke
auspacken. Das US-Hauptquartier soll nun endlich
im kommenden Jahr aus der Metropole verlegt werden.
Die Bush-Regierung will zugleich die Ängste Seouls
ernster nehmen, dass jede Zuspitzung um Nordkorea
oder der Zusammenbruch des Steinzeitstaates auch
das Wirtschaftswunder Südkoreas vernichten könnte. |
¿ë»ê±âÁö´Â À̹ø ÁÖ ¿ö½ÌÅÏ ÇѹÌÁ¤»óȸ´ãÀÇ Çö¾ÈÁß Çϳª´Ù. ½ÅÀÓ ³ë¹«Çö ´ëÅë·ÉÀÇ Ã¹
'¾Æ¸§´Ù¿î ³ª¶ó' ¹æ¹®Àº ¿À·¡µÈ ¾ç±¹°£ µ¿¸Í°ü°è¿¡ µå¸®¿öÁ®ÀÖ´Â ±¸¸§À» °È¾î³»°í Ä£¼±°ü°è¿¡
±â¿©ÇÒ ¼ö ÀÖ´Â ÁÁÀº °è±â°¡ µÈ´Ù. ÀÌ´Â ¹Ì±¹À¸·Î¼µµ ÀÚ±¹ Á¤º¸±â°üÀÌ Áö³ÁÖ ºÏÇÑÀÇ ÇÙ
°èȹ¿¡ ´ëÇÑ »õ·Î¿î ÆÇ´ÜÀ» ³»¸° ÀÌÈÄ ´õ¿í ½Ã±ÞÇØÁø °ÍÀÌ´Ù. ¹Ì±¹ Á¤º¸´ç±¹Àº ÀÌÁ¦ ºÏÇÑÀÌ
ÇÙ¹«±â »ý»ê¿¡ »ç¿ëµÇ´Â Ç÷çÅä´½ Àç󸮿¡ µ¹ÀÔÇßÀ» °¡´É¼ºÀÌ °ÅÀÇ È®½ÇÇÏ´Ù°í ÆÇ´ÜÇϰí ÀÖ´Ù.
À̰°Àº ÀÌÀ¯¸¸À¸·Îµµ ÀüÅëÀû µ¿¸Í°ü°è¿¡ ÀÖ´Â ÇÑ¹Ì ¾ç±¹Àº Á¤»óȸ´ã¿¡¼ ´Ù½Ã °·ÂÇÑ À¯´ë¿Í
¼±ÀǸ¦ º¸¿©ÁÖ¾î¾ß ÇÑ´Ù. ¿ë»ê±âÁö´Â ¸¶Ä§³» ³»³â¿¡´Â ÀÌÀüµÉ ¿¹Á¤ÀÌ´Ù. ºÎ½Ã ÇàÁ¤ºÎ´Â ¾Æ¿ï·¯
ºÏÇѰúÀÇ ±äÀå°íÁ¶, ȤÀº ¼®±â½Ã´ë ±¹°¡(ºÏÇÑ)ÀÇ ºØ±«´Â Çѱ¹ÀÇ °æÁ¦±âÀû¿¡ Àç¾ÓÀ» °¡Á®´ÙÁÙ
¼ö ÀÖ´Ù´Â Á¡À» º¸´Ù ½É°¢ÇÏ°Ô ¹Þ¾ÆµéÀÌ·Á Çϰí ÀÖ´Ù. |
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Das klingt beruhigend.
Bleiben aber wird ein tiefer Riss in den
Beziehungen, aus dem in Südkorea – je nach
Weltlage – mehr oder weniger heftige
antiamerikanische Ressentiments aufsteigen werden.
Wie konnte es so weit kommen? Warum haben die
Amerikaner, die sich derzeit im zersplitterten
Irak eine neue Gefolgschaft heranziehen wollen,
ausgerechnet im treuen, homogenen Südkorea so
viele Sympathien verloren? Das ist ein
eindrucksvolles Lehrstück. Es verliert nicht an
Spannung, wenn man mit der Antwort beginnt: Die
amerikanische Schutzmacht ist mit ihrem
Einfühlungsvermögen in Südkoreas Reisfeldern
stecken geblieben. Sie ging mit Land und Leuten
weiter so um wie in den fünfziger Jahren. Sie lie©¬
die verarmte Nation mit dem reichen Kulturerbe,
die unter anderem die Buchdruckkunst zwei
Jahrhunderte vor Gutenberg erfand, nie zum
gleichwertigen Partner werden. Sie bildete mit dem
so schnell aufstrebenden Land keine Koalition der
Lernwilligen. |
ÀÏ´Ü ¾Èµµ°¨À» ÁÖ´Â ¼Ò¸®·Î µé¸°´Ù. ÇÏÁö¸¸ ¾ç±¹°ü°è¿¡ ±íÀº ±Õ¿Àº ³²¾Æ ÀÖÀ¸¸ç, ÀÌ·Î ÀÎÇØ
Á¤¼¼¿¡ µû¶ó¼´Â Çѱ¹¿¡¼ ´Ù¼Ò°£ °Ý·ÄÇÑ ¹Ý¹Ì°¨Á¤ÀÌ °íÁ¶µÉ °¡´É¼ºÀÌ ÀÖ´Ù. ¿Ö »çŰ¡
¿©±â±îÁö ¿ÔÀ»±î? ÇöÀç »çºÐ¿À¿ »óÅ¿¡ ÀÖ´Â À̶óÅ©¿¡ ¿ìÈ£Àû Á¤ºÎ¸¦ ¼ö¸³ÇÏ·Á´Â ¹Ì±¹Àº
¾î°¼ ÇÏÇÊÀÌ¸é ½Å½ÇÇÏ°í µ¿ÁúÀûÀÎ ¸ð½ÀÀ» º¸¿´´ø Çѱ¹¿¡¼ ±×Åä·Ï ¸¹Àº È£ÀǸ¦ ÀÒ¾î¹ö·ÈÀ»±î?
À̰ÍÀº ¾ÆÁÖ ÀλóÀûÀÎ ±³ÈÆÀÌ´Ù. ±× ´ë´äÀ» »ìÆìº¸´Â °ÍÀº Èï¹Ì·Ó´Ù. º¸È£¼¼·ÂÀ» ÀÚóÇÏ´Â
¹Ì±¹Àº Çѱ¹À» ¹Þ¾ÆµéÀÌ´Â ÀνĴɷ¿¡¼ °ú°Å Çѱ¹ÀÇ ³ó¾÷±¹°¡ ½ÃÀýÀ» ¹þ¾î³ªÁö ¸øÇϰí ÀÖ´Ù.
Çѱ¹°ú Çѱ¹¹Î¿¡ ´ëÇÑ ¹Ì±¹ÀÇ ÀÌÇØ½ÉÀº Áö³ 50³â°£ º°·Î º¯ÇÏÁö ¾Ê¾Ò´ø °ÍÀÌ´Ù. ¹Ì±¹Àº
°¡³ÇßÁö¸¸ ±¸ÅÙº£¸£Å©º¸´Ù 2¹é³âÀ̳ª ¾Õ¼ Àμâ¼úÀ» ¹ß¸íÇÏ´Â µî dzºÐÇÑ ¹®ÈÀ¯»êÀ» °¡Áø
¹ÎÁ·À» µ¿µîÇÑ ÆÄÆ®³Ê·Î ¿©±âÁö ¾Ê¾Ò´Ù. ¹Ì±¹Àº ±Þ¼ÓÇÑ ¹ßÀüÀ» º¸ÀÎ ³ª¶ó¿¡ ´ëÇØ ¹è¿ì·Á´Â
µ¿¸Í±¹À¸·Î¼ÀÇ À¯´ë°¨À» º¸ÀÌÁö ¾Ê¾Ò´Ù. |
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Das ging lange gut.
Die Mehrheit der alten Generation teilte mit den
Amerikanern die Erlebnisse aus dem Korea-, dem
Vietnam- und dem Kalten Krieg. Aus ihrer Sicht
verdankt Südkorea den Amerikanern alles: die
Befreiung von den Japanern, die Aufbauhilfe, die
Rettung aus den kommunistischen Fängen nach
Nordkoreas Überfall. Der Triumph dieser Generation
begann in den sechziger Jahren, als Südkorea unter
dem konsequent modernisierenden Diktator Park
Chung-Hee wirtschaftlich über sich selbst
hinauswuchs. |
¹Ì±¹ÀÇ ÀÌ·¯ÇÑ Åµµ´Â ¿À·§µ¿¾È º°·Î ¹®Á¦°¡ µÇÁö ¾Ê¾Ò´Ù. ³ªÀÌµç ¼¼´ëÀÇ ´Ù¼ö´Â ¹Ì±¹Àεé°ú
Çѱ¹Àü, º£Æ®³²Àü ±×¸®°í ³ÃÀüÀÇ Ã¼ÇèÀ» °øÀ¯Çß´Ù. À̵éÀÇ ½Ã°¢À¸·Î º¸¸é Çѱ¹Àº
ÀϺ»À¸·ÎºÎÅÍÀÇ ÇØ¹æ, Àç°Ç Áö¿ø, ºÏÇÑÀÇ ³²Ä§ ÀÌÈÄ °ø»êÁÖÀÇ ¼¼·ÂÀ¸·ÎºÎÅÍÀÇ º¸È£ µî ¸ðµç
°ÍÀ» ¹Ì±¹ÀÇ ´öÅÃÀ¸·Î µ¹·Á¾ß ÇÑ´Ù. ÀÌ ¼¼´ëÀÇ ½Â¸®´Â Çѱ¹ÀÌ Ã¶ÀúÇÑ ±Ù´ëÈÀÇ Á¤½ÅÀ» °¡Áø
¹ÚÁ¤Èñ ´ëÅë·É ½ÃÀý °æÁ¦ÀûÀ¸·Î ´ë´ëÀû µµ¾àÀ» ÇÏ´ø 1960³â´ë¿¡ ½ÃÀ۵ƴÙ. |
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Doch mehr als zwei
Drittel der Bürger heute sind jünger als 40 Jahre.
Als diese Generation Mitte der achtziger Jahre auf
die Schulen und Universitäten kam, erlebte
Südkoreas Demokratiebewegung gerade ihren Frühling.
Heute vertritt diese junge Garde einen Staat,
dessen Demokratie mit ihrem konfuzianischen
Charakter für Asien – das noch immer Familienbande
prägen – eher ein Vorbild sein könnte als Europas
und Amerikas parlamentarische Varianten. |
±×·¯³ª Áö±ÝÀº Çѱ¹ ±¹¹ÎÀÇ 3ºÐÀÇ 2 ÀÌ»óÀÌ 40¼¼ ÀÌÇÏ´Ù. ÀÌ ¼¼´ë°¡ 1980³â´ë Áß¹Ý
Áß°íµîÇб³¿Í ´ëÇÐÀ» ´Ù´Ï´ø ½ÃÀý Çѱ¹Àº ¹ÎÁÖÈ ¿îµ¿ÀÇ º½À» üÇèÇß´Ù. ÀÌ ÀþÀº ¼¼´ë°¡
´ëÇ¥Çϰí ÀÖ´Â ³ª¶ó Çѱ¹Àº ¿À´Ã³¯ ¹ÎÁÖÁÖÀǶó´Â Ãø¸é¿¡¼ º¸¸é ¾ÆÁ÷±îÁöµµ °¡Á·°ü°è¸¦ ±ÔÁ¤ÇÏ´Â
À¯±³Àû ¼º°ÝÀ» °¡¹ÌÇØ¼ À¯·´À̳ª ¹Ì±¹ÀÇ ÀÇȸ ¹ÎÁÖÁÖÀǺ¸´Ù ¸ð¹üÀûÀ̶ó°íµµ ÇÒ ¼ö ÀÖ´Â
¹ÎÁÖ¹ßÀüÀ» ÀÌ·èÇÑ ±¹°¡´Ù. |
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An der Mauer der
Myongji-Universität in Seoul verkündet ein gelbes
Transparent „Bush ist ein Verbrecher¡°. Im Büro von
Kim Seung-Hwan hängt ein Bild, das ihn strahlend
neben dem einstigen US-Sicherheitsberater Zbigniew
Brzezinski zeigt. Der koreanische Professor für
Internationale Beziehungen, Mitglied hoch
angesehener Denkfabriken in den USA, ist alles
andere als ein Feind Amerikas. „Gibt es ein Datum,
Herr Kim, an dem die Entfremdung von den USA in
Entrüstung umschlug?¡° – „Das war der 29. Januar
2002. Präsident Bush setzte Nordkorea auf die ,Achse
des Bösen¡® und drohte Pjöngjang später
Präventivma©¬nahmen an. Hier hörte sich das für
viele so an, als ob die US-Regierung Südkoreas
Sicherheitsinteressen dem globalen Krieg gegen den
Terror opfern würde. Es war eine eiskalte Dusche
für Seouls Sonnenscheinpolitik gegenüber dem
Norden.¡° ¡¡ |
¼¿ï¿¡ À§Ä¡ÇÑ ¸íÁö´ëÇб³ ´ãÀå¿¡´Â "ºÎ½Ã´Â ¹üÁËÀÚ"¶ó°í ¾²ÀÎ ³ë¶õ»ö Çö¼ö¸·ÀÌ °É·Á ÀÖ´Ù.
ÇÑÆí ±è½Âȯ ±³¼öÀÇ ¿¬±¸½Ç¿¡´Â ÇÑ ¶§ ¹Ì±¹ ¾Èº¸º¸Á°üÀ» Áö³½ Áîºñ±×´º ºê·¹Áø½ºÅ°¿Í ÂïÀº
»çÁøÀÌ ÇÑ Àå °É·ÁÀÖ´Ù. ±¹Á¦Á¤Ä¡¸¦ °ÀÇÇÏ¸ç ¹Ì±¹ÀÇ Àú¸íÇÑ ½ÌÅ©ÅÊÅ© ¿¬±¸¿øÀ̱⵵ ÇÑ ±×´Â
¹Ì±¹¿¡ Àû´ëÀûÀÎ Àλ簡 ¾Æ´Ï´Ù. "¹Ì±¹¿¡ ´ëÇÑ ¼Ò¿Ü°¨Á¤ÀÌ ºÐ³ë·Î ¹ßÀüÇß´ø Ưº°ÇÑ °è±â°¡ µÈ
³¯ÀÌ ÀÖ³ª?"¶ó´Â Áú¹®¿¡ ±è ±³¼ö´Â "±×°ÍÀº 2002³â 1¿ù 29ÀÏÀÌ´Ù. ºÎ½Ã ´ëÅë·ÉÀº
ºÏÇÑÀ» '¾ÇÀÇ Ãà'ÀÇ Çϳª·Î Áö¸ñÇÏ°í ³ªÁß¿¡´Â ºÏÇÑ¿¡ ¼±Á¦°ø°ÝÀ» ÇÒ ¼ö ÀÖ´Ù¸ç À§ÇùÇß´Ù.
ÀÌ·¯ÇÑ ¹ß¾ðÀº ¸¹Àº Çѱ¹Àε鿡°Ô´Â ¹Ì±¹ÀÌ Å×·¯¿ÍÀÇ ÀüÀïÀ» À§ÇØ Çѱ¹ÀÇ ¾Èº¸ÀÌÇØ¸¦
Èñ»ý½ÃŰ·ÁÇÏ´Â °ÍÀÌ ¾Æ´Ñ°¡ ÇÏ´Â ¹ß¾ðÀ¸·Î µé·È´Ù. Çѱ¹ Á¤ºÎÀÇ ´ëºÏÈÇØÁ¤Ã¥(ÇÞºµÁ¤Ã¥)¿¡
Âù¹°À» ³¢¾ñ´Â °ÝÀ̾ú´Ù"°í ´äÇß´Ù. |
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Diese Politik des
vorsichtigen Wandels durch Annäherung hatte
Südkorea nach dem Studium der unerwarteten
deutschen Vereinigung eingeleitet. Ein plötzlicher
Zusammenbruch Nordkoreas mit seinen 22 Millionen
darbenden, von der modernen Arbeitswelt
abgeschotteten Bürgern, so fürchtete die Regierung
in Seoul, würde auch Südkorea mit seinen 47
Millionen Einwohnern in eine wirtschaftliche
Katastrophe stürzen. Mit seiner
Sonnenscheinpolitik wollte Südkoreas damaliger
Präsident Kim Dae Jung auf einen langfristigen
Regimewandel Nordkoreas ohne Bankrott hinwirken.
Das trug ihm 2000 den Friedensnobelpreis ein –
aber auch den Unwillen der Falken in Washington.
Als Kim im März 2001 George W. Bush besuchte und
versuchte, ihn von seiner Sonnenscheinpolitik zu
überzeugen, wurde er wie ein Reisfeldbauer von
einst nach Hause geschickt. |
Çѱ¹Àº ¿¹»óÄ¡ ¸øÇß´ø µ¶ÀÏ ÅëÀÏÀ» ¿¬±¸Çϸç Á¢±ÙÀ» ÅëÇÑ Á¡ÁøÀû º¯È¶ó´Â ´ëºÏ ÈÇØÁ¤Ã¥À»
ÃßÁøÇß´Ù. Çѱ¹ Á¤ºÎ´Â Çö´ëÀû ³ëµ¿È¯°æÀ» ÀüÇô Á¢Çغ¸Áö ¸øÇßÀ¸¸ç ±â¾Æ¿¡ ½Ã´Þ¸®°í ÀÖ´Â
2õ2¹é¸¸ ÁÖ¹ÎÀÌ »ì°í ÀÖ´Â ºÏÇÑÀÇ ±ÞÀÛ½º·± ºØ±«´Â 4õ7¹é¸¸ Àα¸ÀÇ Çѱ¹ °æÁ¦¸¦ Àç¾ÓÀ¸·Î
¸ô°í °¥ ¼ö ÀÖ´Ù´Â ¿ì·Á¸¦ °¡Á³´Ù. ´ç½Ã ±è´ëÁß ´ëÅë·ÉÀº 'ÇÞºµÁ¤Ã¥'À» ÃßÁøÇÏ¸é¼ Àå±âÀûÀÎ
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Die neue Generation
fühlte sich in ihrem Urteil bestätigt, die
Supermacht empfinde für Südkorea und seinen
nationalen Stolz keinerlei Respekt. Im
Präsidentschaftswahlkampf des vergangenen Jahres
stürzte die hohe Mauer des Senioritätsprinzips
endgültig ein, die in Koreas Geschichte stets die
politischen Geschäfte der Alten vor dem Sturm und
Drang der Jüngeren abgesichert hatte. Wie noch nie
zuvor ergriffen die 20- bis 40-Jährigen das Ruder
der koreanischen Politik. Die Wahl im Dezember
2002 wurde zum Duell der Generationen. Koreas
Jugend trug Roh Moo-Hyun, den eigentlich
chancenlosen Anwalt der Menschenrechtler, auf
einer Welle antiamerikanischer Emotionen zum Sieg. |
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Der schwärzeste Tag
für Amerikas alte koreanische Freunde war der 13.
Juni. Die Welt sah auf das feiernde Südkorea, das
sich als Gastgeber der Fu©¬ball-WM selbst übertraf
und als Nation neu entdeckte. Wer kannte am Morgen
dieses Tages schon die Namen Shim Mi-Son und Shin
Hyo-Sun? Die 13-jährigen Mädchen liefen in Yangju
nahe der Grenze zu Nordkorea ihre Dorfstra©¬e
entlang zu einer Geburtstagsfeier. Sie hatten
Walkmen in den Ohren, weil sie nicht ahnen konnten,
dass ein 57 Tonnen schwerer US-Minenräumer den Ort
durchfahren würde. Das war nicht die Route für
Militärkonvois. Das Fahrzeug zermalmte die Kinder. |
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Goldene Uhren für
den Staat |
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Von da an kannte sie
das ganze Land. Die schrecklichen Fotos der Opfer
wurden als Zeugen einer Anklage durchs Land
getragen. Tobende Demonstranten drangen ins
Hauptquartier Yongsang ein und schlugen
amerikanische Soldaten. Auf Transparenten wurden
die USA zum „Reich des Bösen¡° gestempelt, ihre
Truppen zum Abzug aufgefordert. An den Mauern der
Standorte klebten Fahndungsplakate mit dem Foto
des Sergeanten Mark Walker. Er hatte das
Unglücksfahrzeug gesteuert. Als Walker und sein
Beifahrer Ende November von einem US-Militärgericht
freigesprochen wurden, verlangten Politiker und
Parlamentarier in Südkorea die Revision des
bilateralen Truppenvertrages (SOFA). Auf der
anderen Seite verstanden die einfachen US-Soldaten
die Welt nicht mehr. Sie empörten sich, dass sie
an der gefährlichen Grenze zu Nordkorea als „Stolperdraht¡°
(tripwire) gegen den Angriff auf ein Land
dienen müssten, dass sie beschimpfe und davonjagen
wolle. |
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Das war die Stunde
des US-Verteidigungsministers Donald Rumsfeld.
Ähnlich wie den unbotm䩬igen Deutschen kündigte er
– entsprechend der neuen amerikanischen
Sicherheitsdoktrin – den Koreanern über die
Öffentlichkeit den Teilabzug der US-Truppen an.
Die verbleibenden Einheiten der 2. Infanterie-Division
sollten aus dem Schussfeld der nordkoreanischen
Artillerie in den Süden der Halbinsel verlegt
werden. Südkorea habe schlie©¬lich ein
Bruttoinlandsprodukt, das rund 30-mal höher sei
als das Nordkoreas, so Rumsfeld. Das Land könne
seine Grenze jetzt selbst sichern. |
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In Seoul schrillten
die Alarmglocken. Über Jahrzehnte galt die
Faustregel: Solange die US-Truppen an der
Demarkationslinie in Reichweite fast der gesamten
nordkoreanischen Artillerie lagen, würde
Washington keine militärische Konfrontation
riskieren. Rumsfelds Retourkutsche aber lie©¬
erkennen, dass zumindest das Pentagon den „Stolperdraht¡°
kappen, das Fenster der Verwundbarkeit schlie©¬en
und damit ein freieres Schussfeld für mögliche
Präventivschläge gegen Pjöngjangs Atomanlagen
schaffen möchte. |
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Auch wenn ein solcher
Angriff jetzt nicht die Option von Präsident Bush
ist – die Finanzmärkte und Rating-Agenturen lie©¬en
Südkorea sofort die Verunsicherung spüren. Der
Regierung in Seoul wurde schockartig klar, dass
die guten Jahre vorbei sind, in denen sich das
Land hinter der amerikanischen Brandmauer auf
seinen Wirtschaftsaufbau konzentrieren konnte.
Künftig wird Südkorea für mehr eigene Ausgaben
weniger Sicherheit haben. |
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Zu Opfern ist die
Bevölkerung bereit. Während der gro©¬en
Wirtschaftskrise in Asien 1997 standen die
Menschen Schlange, um dem Staat ihre Ringe,
Armbänder, goldenen Uhren zu spenden. Die
Nachbarländer sahen voller Nostalgie und Neid auf
diese Form des Patriotismus. Doch es gibt in
diesem Land auch das Wort che-myon. Das
ist eine Kombination aus Würde, Stolz und Ehre,
die in Koreas Kultur höchsten Stellenwert besitzt.
Solange die USA diese Kombination nicht beachten,
werden die jungen Südkoreaner zwar weiter Miguk,
schönes Land, sagen – aber darunter ein eher
hässliches Amerika verstehen. |
Çѱ¹¹ÎÀº Èñ»ýÀ» °¨¼öÇÒ Áغñ°¡ µÅÀÖ´Ù. 1997³â '¾Æ½Ã¾Æ À§±â' ´ç½Ã Çѱ¹¹ÎÀº ±¹°¡ÀÇ ±Ý
¸ðÀ¸±â ¿îµ¿¿¡ ¹ÝÁö¿Í ½Ã°è, ÆÈÂî, ±Ý½Ã°è µîÀ» ±âºÎÇϸç Àû±Ø µ¿ÂüÇß´Ù. ÀÌ¿ô ³ª¶óµéÀº
Çѱ¹¹ÎÀÌ º¸ÀÎ ÀÌ·¯ÇÑ ÇüÅÂÀÇ ¾Ö±¹½ÉÀ» Çâ¼ö¿Í Áú½ÃÀÇ ´«À¸·Î ¹Ù¶óº¸¾Ò´Ù. ÇÏÁö¸¸ Çѱ¹À̶ó´Â
³ª¶ó´Â 'ü¸é'À» Áß½ÃÇÏ´Â ³ª¶ó´Ù. ü¸éÀº ǰÀ§¿Í ÀںνÉ, ¸í¿¹ µîÀÌ È¥ÇÕµÈ °³³äÀ¸·Î
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(c) DIE ZEIT
15.05.2003 Nr.21 |
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